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Agnes Zadorozny, Bühning & Joswig

Schon von klein auf stand für Agnes Zadorozny fest, was sie einmal beruflich machen wollte – in einem Lager arbeiten wie ihr Vater. Zielstrebig setzte sie sich in der „Männerdomäne“ durch und verwirklichte ihren Traum. Und das mit außergewöhnlichem Erfolg:Als Auszubildende mit einem Notendurchschnitt von 1,4 überflügelte sie ihre männlichen Azubi-Kollegen und konnte den Lehrabschluß sogar um ein halbes Jahr verkürzen.
Ursprünglich aus dem schlesischen Hindenburg stammend, wohnt Agnes Zadorozny seit 1991 in Unna. Über das Internet, eines ihrer Hobbies, wurde sie auf Bühning & Joswig in Dortmund aufmerksam. „Stellen Sie auch Mädchen ein?“ war der erste Satz bei ihrem damaligen Telefonat mit der Firma. Agnes Zadorozny hatte Glück. Sie wurde direkt zu einem persönlichen Gespräch eingeladen. Mehr noch:Man bot ihr sofort eine Stelle als Praktikantin an. Nachdem sie so den Betrieb ein halbes Jahr kennengelernt hatte und der Betrieb sie, erhielt sie einen Ausbildungsplatz als Fachkraft für Lagerwirtschaft. „Ich konnte es kaum glauben“, erzählt sie noch heute freudestrahlend. Denn neben der Tatsache, daß Frauen eher selten den Beruf einer Fachkraft für Lagerwirtschaft erlernen, bildet der Technische Handel auch selten in diesem Beruf aus.

Obwohl sie während der Lehre in sämtliche Unternehmensbereiche hineingeschnuppert hat, lag Agnes Zadorozny die Beschäftigung im Lager nach wie vor am meisten. „Auch wenn der Wareneingang, -ausgang und die Kommissionierung von Waren manchmal nicht ganz ‚leicht‘ sind, da die Pakete bis zu 30 kg wiegen können, macht mir der Job einen Riesenspaß. Hier habe ich geregelte Arbeitszeiten und nette Kollegen. Die helfen mir auch mal, wenn ein Paket zu schwer ist.“ Aber auch am Patchen, dem Bedrucken von Arbeitsschutzkleidung, hat Agnes Zadorozny während ihrer Lehre Gefallen gefunden. Heute überwacht sie diesen Bereich sogar zusätzlich zu ihrer Lagertätigkeit. Ehrgeizige Pläne hat Agnes Zadorozny, die nach ihrer Lehre von Bühning & Joswig übernommen wurde, auch für die Zukunft. Irgendwann möchte sie sich in der Abendschule weiterbilden. „Dort gibt es Kurse, die sich speziell mit dem Logistikbereich beschäftigen. Das würde mich auch interessieren“, sagt sie.

1980 gründeten der heutige Geschäftsführer Heinz Günter Joswig und sein zwischenzeitlich verstorbener Geschäftspartner Wilhelm Bühning die Bühning & Joswig GbR, die später zur GmbH wurde. Der einstige Zweimannbetrieb für Arbeitsschutz hat sich mittlerweile zu Dortmunds größtem Anbieter von technischen Produkten, Werkzeugen sowie Lager- und Betriebseinrichtungen entwickelt. Heute beschäftigt das Unternehmen über 30 Mitarbeiter, davon acht Auszubildende. Zur Optimierung der Abläufe und Verbesserung der steigenden Qualitätsanforderungen führte Bühning & Joswig 1998 die ISO 9002 ein. 2004 erhielt die Firma von der damaligen NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn die Auszeichnung ÖKOPROFIT-Betrieb, die Unternehmen der Region beim Aufbau eines Umweltmanagements unterstützt.

www.buehning-joswig.de


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